Lieder Live #1 Mozart

Welcome to Lieder Live! A concert series where showcasing the greats of the lieder genre - European art songs from the last 300 years. First out is Mozart - someone whom I consider defined the next hundred years of lieder, back in the late 1700's. You'll hear his most famous secular songs, with both beautiful - and cheesy! - texts. I'm joined by my colleague the fabulous pianist Ole Christian Haagenrud.

#liederlive

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Lieder Live #2 Schumann

here

Program

Sunday May 3rd at 20:00 
(texts and translations further below):

Sehnsucht nach dem Frühlinge

Das Veilchen

Der Zauberer

Als Luise die Briefe

Die betrogene Welt

 

Abendempfindung

An Chloë

Das Traumbild

Das Lied der Trennung

Kantate: Die ihr des unermesslichen Weltalls

Texts and Translations

Sehnsucht nach dem Frühlinge

Komm, lieber Mai, und mache

Die Bäume wieder grün,

Und laß mir an dem Bache

Die kleinen Veilchen blühn!

Wie möcht ich doch so gerne

Ein Veilchen wieder sehn,

Ach, lieber Mai, wie gerne

Einmal spazieren gehn!

 

Zwar Wintertage haben

Wohl auch der Freuden viel;

Man kann im Schnee eins traben

Und treibt manch Abendspiel,

Baut Häuserchen von Karten,

Spielt Blindekuh und Pfand;

Auch gibt's wohl Schlittenfahrten

Auf's liebe freie Land.

 

Doch wenn die Vöglein singen

Und wir dann froh und flink

Auf grünen Rasen springen,

Das ist ein ander Ding!

Jetzt muß mein Steckenpferdchen

Dort in dem Winkel stehn;

Denn draußen in dem Gärtchen

Kann man vor Kot nicht gehn.

 

Ach, wenn's doch erst gelinder

Und grüner draußen wär!

Komm, lieber Mai, wir Kinder,

Wir bitten dich gar sehr!

O komm und bring vor allen

Uns viele Veilchen mit,

Bring auch viel Nachtigallen

Und schöne Kuckucks mit!

Come, dear May, and make
the trees green again,
and by the brook,
let the little violets bloom for me!

How I would love to see
a violet again -
ah, dear May, how gladly
I would take a walk!

It is true that winter days
have much joy as well:
one can trot in the snow
and play many games in the evening; build little houses of cards,
play blind-man's-buff and forfeits;
also go tobogganing in the
lovely open countryside.

 

But when the birds sing
and we joyously and quickly jump
and bounce on the green turf -
this is another thing!
Now my stick-horse
must stand in the corner there;
for outside in the garden
one cannot walk because of the dung.

 

Ah, if only it would grow milder
and greener out there!
Come, dear may! we children,
we beg you!
O come and bring for us,
before anyone else, lots of violets! Bring also lots of nightingales and pretty cuckoos!

Kom, kjære mai, og gjør
trærne atter grønne,
Og ved bekken, la de små
fiolene blomstre for meg!
Hvor ville jeg så gjerne
atter se en fiol igjen,

Akk, kjære mai, hvor gjerne

nok en gang spasere en tur!

 

Riktignok har vinterdagene
også mange gleder;

Man kan i sneen trave,

og spille mangt et spill om kveldene,

bygge små korthus,

spille blindebukk og flasketuten peker på;

Man kan også gå på skøyteturer

på herlige, frie land.

 

Men når småfuglene synger,

og vi glade og ivrige

springer på gressplenen - 

det er en annen sak!

Nå må kjepphesten min

stå der borte i kroken;

For ute i hagen 

kan man ikke gå for bare søle.

 

Akk, var det nå bare mildere

og grønnere der ute!

Kom, kjære mai, vi barn

ber deg pent om dette!

Å kom, og bring først og fremst

mange fioler med til oss,

ta også med mange nattergaler

og vakre gjøker!

Das Veilchen

Ein Veilchen auf der Wiese stand,

Gebückt in sich und unbekannt;

Es war ein herzigs Veilchen.

Da kam eine junge Schäferin

Mit leichtem Schritt und muntrem Sinn

Daher, daher,

Die Wiese her, und sang.

 

Ach! denkt das Veilchen, wär ich nur

Die schönste Blume der Natur,

Ach, nur ein kleines Weilchen,

Bis mich das Liebchen abgepflückt

Und an dem Busen matt gedrückt!

Ach nur, ach nur

Ein Viertelstündchen lang!

 

Ach! aber ach! das Mädchen kam

Und nicht in Acht das Veilchen nahm,

Ertrat das arme Veilchen.

Es sank und starb und freut' sich noch:

Und sterb ich denn, so sterb' ich doch

Durch sie, durch sie,

Zu ihren Füßen doch.

 

Das arme Veilchen!

Es war ein herzigs Veilchen.

A violet stood upon the lea,
Hunched o'er in anonymity;
So amiable a violet!
Along there came a young shepherdess

Light paced, full of contentedness

Along, along,

The lea, and sang her song.

 

Ah!" thinks the violet, "were I just

The fairest flower in the dust

For just a little while yet,

Until that darling seizes me

And to her bosom squeezes me!

For just, for just

A quarter hour long!"

 

Ah! And alas! There came the maid

And no heed to the violet paid,

Crushed the poor little violet.

It sank and died, yet filled with pride:

And though I die, I shall have died

Through her, through her,

And at her feet have died."

That poor violet!

So amiable a violet!

En fiol stod på engen,

med bøyd hode og ganske anonym;

Det var en elskverdig fiol.

Da kom det en ung gjeterinne

med lette skritt og et muntert sinn

dit hen, din hen,

bortover engen og sang.

 

Akk! Tenkte fiolen, var jeg bare

naturens vakreste blomst,

akk, kun for en liten stund, 

inntil den kjæreste hadde plukket meg

og trykket meg til sitt bryst!

Akk kun, akk kun

et lite kvarter!

 

Akk, men akk, jenta kom

og la ikke merke til fiolen,

men tråkket på den stakkars fiolen.

Den sank og døde, men gledet seg ennå:

Skal jeg så dø, så dør jeg jo

gjennom henne, ja gjennom henne,

og allikevel ved hennes føtter.

 

Den stakkars fiolen!

Det var en elskverdig fiol.

Der Zauberer

Ihr Mädchen, flieht Damöten ja!

Als ich zum erstenmal ihn sah,

Da fühlt' ich, so was fühlt' ich nie,

Mir ward, mir ward, ich weiß nicht wie,

Ich seufze, zitterte, und schien mich doch zu freu'n;

Glaubt mir, er muß ein Zaub'rer sein.

 

Sah ich ihn an, so ward mir heiß,

Bald ward ich rot, bald ward ich weiß,

Zuletzt nahm er mich bei der Hand;

Wer sagt mir, was ich da empfand?

Ich sah, ich hörte nichts, 

Sprach nichts als ja und nein;

Glaubt mir, er muß ein Zaub'rer sein.

 

Er führte mich in dies Gesträuch,

Ich wollt' ihm flieh'n und folgt' ihm gleich;

Er setzte sich, ich setzte mich; 

Er sprach, nur Sylben stammelt' ich;

Die Augen starrten ihm, die meinen wurden klein;

Glaubt mir, er muß ein Zaub'rer sein.

 

Entbrannt drückt' er mich an sein Herz,

Was fühlt' ich Welch ein süßer Schmerz!

Ich schluchzt', ich atmete sehr schwer,

Da kam zum Glück die Mutter her;

Was würd', o Götter, sonst nach so viel Zauberei'n,

Aus mir zuletzt geworden sein!

Girls, just keep your distance from Damoetas!

When I saw him for the first time

I felt something that I had never felt before,

I became, I became, I don't know what it was like,

I sighed, I trembled, and I even got the impression that I was enjoying it, Believe me, he must be a magician.

 

When I set eyes on him I became hot,

One moment I turned red, the next I turned white, Eventually he took me by the hand;

Who can tell me what it was that I experienced there? I looked, I heard nothing,

I said nothing but yes and no;

Believe me, he must be a magician.

 

He led me into this clump of bushes,

I wanted to get away from him but that didn't stop me following him; He sat down; I sat down.

He spoke; I just muttered syllables.

His eyes seemed to stare out; mine shrank.

Believe me, he must be a magician.

 

Fired up, he pressed me to his heart;

What a sweet pain it was that I felt!

I sobbed, it was hard for me to breathe,

Then luckily my mother turned up;

Otherwise, oh ye gods, after all that magic

What might have happened to me in the end!

Alle kvinner, flykt fra Damoetas!

Da jeg så ham for første gang

følte jeg noe jeg aldri hadde følt før,

det var... det var... jeg vet ikke hvordan;

Jeg sukket, skalv og syntes å frydes;

Tro meg, han må være en trollmann.

 

Hvis jeg så på ham ble jeg het,

snart var jeg rød, snart var jeg blek,

Til slutt tok han meg i hånden;

Hvem kan fortelle meg hva jeg da erfarte?

Jeg så og hørte ingenting,

Kunne ikke si annet enn ja og nei;

Tro meg, han må være en trollmann.

 

Han førte meg langt inn i dette krattet,

Jeg ønsket å flykte, men fulgte ham straks;

Han satte seg, jeg satte meg;

Han talte, jeg stammet kun i stavelser;

Hans øyne stirret, mine øyne ble smale;

Tro meg, han må være en trollmann.

 

Oppildnet trykket han meg til sitt bryst,

jeg følte slik en søt smerte!

Jeg svelget og pustet svært tungt,

da kom heldigvis min mor mot oss;

Hva ville, o guder, etter så mye magi

ellers til slutt ha blitt av meg!

Als Luise die Briefe ihres ungetreuen Liebhabers verbrannte

Erzeugt von heißer Phantasie,

In einer schwärmerischen Stunde

Zur Welt gebrachte, geht zu Grunde,

Ihr Kinder der Melancholie!

 

Ihr danket Flammen euer Sein,

Ich geb' euch nun den Flammen wieder,

Und all' die schwärmerischen Lieder,

Denn ach! er sang nicht mir allein.

 

Ihr brennet nun, und bald, ihr Lieben,

Ist keine Spur von euch mehr hier.

Doch ach! der Mann, der euch geschrieben, 

Brennt lange noch vielleicht in mir.

Generated by ardent fantasy;

in a rapturous hour brought

into this world -

Perish, you children of melancholy!

 

You owe the flames your existence,

so I restore you now to the fire,

with all your rapturous songs.

For alas! he sang them not to me alone.

 

I burn you now, and soon, you love-letters,

there will be no trace of you here.

Yet alas! the man himself, who wrote you,

may still perhaps burn long in me.

Utsprunget fra hete fantasier,

I en svermerisk time

brakt til denne verden; Gå til grunne,

dere melankoliens barn!

 

Takket være flammen er dere til,

nå gir jeg dere tilbake til flammene,

sammen med alle de svermeriske sangene,

for akk! Han sang dem ikke kun til meg.

 

Nå brenner dere, og snart, kjærlighetsbrev,

finnes det ikke flere spor av dere her.

Men akk! Mannen som skrev dere,

brenner kanskje ennå lenge i mitt indre.

Die betrogene Welt

Der reiche Tor, mit Gold geschmücket,

Zieht Selimenens Auge an;

Der wackere Mann wird fortgeschicket,

Den Stutzer wählt sie sich zum Mann.

Es wird ein prächtig Fest vollzogen,

Bald hinkt die Reue hinterdrein,

Die Welt will ja betrogen sein,

Drum werde sie betrogen.

 

Beate, die vor wenig Tagen

Der Buhlerinnen Krone war,

Fängt an, sich violett zu tragen

Und kleidet Kanzel und Altar.

Dem äusserlichen Schein gewogen,

Hält mancher sie für engelrein.

Die Welt will ja betrogen sein,

Drum werde sie betrogen.

 

Wenn ich mein Karolinchen küsse,

Schwör' ich ihr zärtlich ew'ge Treu';

Sie stellt sich , als ob sie nicht wisse,

Daß außer mir ein Jüngling sei.

Als einst mich Chloë weggezogen

Nahm meine Stelle Damis ein.

Soll alle Welt betrogen sein,

So werd' auch ich betrogen.

Unfortunately no English translation available for this song.

Det rike tårn – utsmykket med gull,

trekker Selimenens øye mot seg;

Den vakre mann blir sendt videre,

den korte velger hun til mann.

Det feires en prektig fest, 

og snart kommer angeren haltende.

Verden vil jammen bedras,

og derfor blir den også bedratt.

 

Beate, som for få dager siden

var elskerinnenes dronning,

begynner å ikle seg lilla

og kler prekestol og alter.

Ut fra hennes overjordiske utstråling

holder mange henne for ren som en engel.

Verden vil jammen bedras,

og derfor blir den også bedratt.

 

Når jeg kysser min Karolin,

sverger jeg henne sart evig troskap;

Hun ga inntrykk av å ikke vite at det foruten meg

fantes nok en ung mann i hennes liv. 

Den gang Chloë gikk fra meg

inntok Damis min plass.

Skal hele verden bedras,

blir også jeg bedratt.

Abendempfindung

Abend ist's, die Sonne ist verschwunden,

Und der Mond strahlt Silberglanz;

So entfliehn des Lebens schönste Stunden,

Fliehn vorüber wie im Tanz.

 

Bald entflieht des Lebens bunte Szene,

Und der Vorhang rollt herab;

Aus ist unser Spiel, des Freundes Träne

Fließet schon auf unser Grab.

 

Bald vielleicht (mir weht, wie Westwind leise,

Eine stille Ahnung zu),

Schließ ich dieses Lebens Pilgerreise,

Fliege in das Land der Ruh.

 

Werdet ihr dann an meinem Grabe weinen,

Trauernd meine Asche sehn,

Dann, o Freunde, will ich euch erscheinen

Und will himmelauf euch wehn.

 

Schenk auch du ein Tränchen mir

Und pflücke mir ein Veilchen auf mein Grab,

Und mit deinem seelenvollen Blicke

Sieh dann sanft auf mich herab.

 

Weih mir eine Träne, und ach! schäme

dich nur nicht, sie mir zu weihn;

Oh, sie wird in meinem Diademe

Dann die schönste Perle sein!

Evening it is; the sun has vanished,

And the moon streams with silver rays;

Thus flee Life's fairest hours,

Flying away as if in a dance.

 

Soon away will fly Life's colorful scenes,

And the curtain will come rolling down;

Done is our play, the tears of a friend

Flow already over our grave.

 

Soon, perhaps (the thought gently arrives like the west wind - A quiet foreboding)

I will part from life's pilgrimage,

And fly to the land of rest.

 

If you will then weep over my grave,

Gaze mournfully upon my ashes,

Then, o Friends, I will appear

And waft you all heavenward.

 

And You, bestow also a little tear on me,

and pluck me a violet for my grave,

And with your soulful gaze,

Look then gently down on me.

 

Consecrate a tear for me, and ah!

Do not be ashamed to cry;

Those tears will be in my diadem then:

the fairest pearls!

Det er kveld, solen er forsvunnet,

og månen stråler med sølvglans;

Slik flyr livets vakreste timer avgårde,

flykter bort som i en dans.

 

Snart forsvinner livets trivielle scene,

forhenget går ned;

Vårt spill er over, og venners tårer

flyter allerede over vår grav.

 

Kanskje snart (det blåser, som stille vestavind,

en stille anelse over meg),

Avslutter jeg dette livs pilgrimsreise,

flyr inn i roens land.

 

Hvis dere da vil gråte ved min grav,

sørgende beskue min aske,

Da, o venner, vil jeg betrakte dere

og gråte fra himmelen.

 

Gi også du meg en liten tåre

og plukk en fiol til min grav,

og med ditt sjelfulle blikk

se mildt på meg.

 

Gråt en tåre for meg, og akk! Skam

deg ikke over å gråte over meg;

Å, tåren skal da i mitt diadem

bli den vakreste perlen!

An Chloë

Wenn die Lieb' aus deinen blauen,

hellen, offnen Augen sieht,

und vor Lust hinein zu schauen

mir's im Herzen klopft und glüht;

 

und ich halte dich und küße

deine Rosenwangen warm,

liebes Mädchen, und ich schließe

zitternd dich in meinem Arm,

 

Mädchen, Mädchen, und ich drücke

dich an meinen Busen fest,

der im letzten Augenblicke

sterbend nur dich von sich läßt;

 

den berauschten Blick umschattet

eine düstre Wolke mir,

und ich sitze dann ermattet,

aber selig neben dir.

When love shines from your blue,

bright, open eyes,

and with the pleasure of gazing into them

my heart pounds and glows;

 

and I hold you and kiss your

rosy, warm cheeks,

lovely maiden, and I clasp you

trembling in my arms,

 

maiden, maiden, and I press you

firmly to my breast,

which at the last moment,

only at death, will let you go;

 

then my intoxicated gaze is shadowed

by a gloomy cloud,

and I sit then, exhausted,

but blissful, next to you.

Når kjærligheten ut av dine blå,

lyse, åpne øyne skuer,

og av lyst til dit inn å se

mitt hjerte og banker og gløder;

 

og jeg holder deg og kysser

dine varme rosenkinn,

kjære unge kvinne, og jeg lukker

deg skjelvende inn i mine armer,

 

Kvinne, ja kvinne, jeg trykker 

deg fast inntil mitt bryst,

hvorfra jeg kun i det siste øyeblikk,

døende, vil la deg gå;

 

Mitt berusede blikk omtåkes

av en dyster sky,

og så sitter jeg utmattet,

men salig, ved din side.

Das Traumbild

Wo bist du, Bild, das vor mir stand,

Als ich im Garten träumte,

In's Haar den Rosmarin mir wand,

Der um mein Lager keimte?

Wo bist du, Bild, das vor mir stand,

Mir in die Seele blickte,

Und eine warme Mädchenhand

Mir an die Wangen drückte?

 

Nun such' ich dich, mit Harm erfüllt,

Bald bei des Dorfes Linden,

Bald in der Stadt, geliebtes Bild,

Und kann dich nirgends finden.

Nach jedem Fenster blick' ich hin,

Wo nur ein Schleier wehet,

Und habe meine Lieblingin

Noch nirgends ausgespähet.

 

Komm selber, süßes Bild der Nacht,

Komm mit den Engelsmienen,

Und in der leichten Schäfertracht,

Worin du mir erschienen!

Bring' mit die schwanenweiße Hand,

Die mir das Herz gestohlen,

Das purpurrote Busenband,

Das Sträußchen von Violen.

Where are you, vision, that stood before me as I dreamed in the garden,

and about me wound the hair of rosemary, that sprouted near my bed? Where are you, vision, that stood before me, gazed into my soul,

and pressed a warm maiden's hand

to my cheek?

 

Now I search for you, my doom fulfilled, right by the town linden tree,

right in the city, beloved vision,

and I can find you nowhere.

Into every window I peer

if even just a veil is blowing;

but my beloved one I have been

unable to find.

 

Come, sweet vision of night,

come with your angel's face -

and in the same light garb of the shepherd in which you appeared before! Bring to me with your swan-white hand that stole my heart -

bring that purple-red bosom-band,

that little bouquet of violets. 

Hvor er du, bilde, som stod for meg

da jeg drømte i hagen,

og rundt meg strøk hår av rosmarin

Som spirte om mitt leie?

Hvor er du bilde, som stod for meg,

som skuet meg inn i sjelen,

og en varm kvinnehånd

som trykket mot mine kinn?

 

Nå søker jeg deg, fylt med nagende sorg,

snart ved landsbyens lindetrær,

snart i byen, kjære bilde,

men kan ikke finne deg noe sted.

I ethvert vindu kikker jeg inn,

selv hvor kun slør vaier,

men ennå har jeg ikke noe sted fått øye på

min kjæreste.

 

Kom du selv, søte nattens bilde,

kom med ditt engleansikt,

kom i den lette hyrdinnedrakten,

i den du første gang stod for meg!

Ta med den svanehvite hånden,

den som stjal hjertet fra meg,

det purpurrøde brystbåndet,

de små fiolbukettene.

Das Lied der Trennung

Die Engel Gottes weinen,

wo Liebende sich trennen,

wie werd ich leben können,

o Mädchen, ohne dich?

Ein Fremdling allen Freuden,

leb ich fortan dem Leiden!

Und du? und du?

Vielleicht auf ewig vergißt Luisa mich!

Vielleicht auf ewig vergißt sie mich!

Ich kann sie nicht vergessen;

dies Herz, von ihr geschnitten,

scheint seufzend mich zu bitten:

,,O Freund, gedenk an mich!``

Ach dein will ich gedenken,

bis sie ins Grab mich senken.

Und du? und du?

Vielleicht auf ewig vergißt Luisa mich!

Vielleicht auf ewig vergißt sie mich!

 

Vergessen raubt in Stunden,

was Liebe jahrlang spendet.

Wie eine Hand sich wendet,

so wenden Herzen sich.

Wenn neue Huldigungen 

mein Bild bei ihr verdrungen,

O Gott! vielleicht auf ewig vergißt Luisa mich.

 

Ach denk an unser Scheiden!

Dies tränenlose Schweigen,

dies Auf- und Niedersteigen,

des Herzens drücke dich

wie schweres Geist-Erscheinen,

wirst du wen anders meinen,

wirst du mich einst vergessen,

vergessen Gott und dich.

 

Ach denk an unser Scheiden!

Dies Denkmal, unter Küssen

auf meinen Mund gebissen,

das richte mich und dich!

Dies Denkmal auf dem Munde,

komm ich zur Geisterstunde,

mich warnend anzuzeigen,

vergißt Luisa, Luisa mich,

vergißt sie mich!

God's angels weep

when lovers part,

how can I go on living,

o maid, without you?

A stranger to all joys

henceforth I live to suffer!

And you, and you?

Possibly forever Luisa will forget me!

Possibly forever she will put me out of her mind!

I cannot forget her;

this heart, separated from her,

seems to beg me with sighs,

"My friend, remember me!"

Alas, I will remember you

until they lay me in the grave.

And you, and you?

Possibly forever Luisa will forget me!

Possibly forever she will put me out of her mind!

 

Oblivion robs within hours

what love bestows within years.

Like the turn of a hand

such is the turn of a heart.

When new courtships

have supplanted me in her heart, o God,

then Luisa will possibly forget me forever.

 

Alas, remember our parting!

That tearless silence,

that throbbing of the heart may

weigh you down like a

burdening nightmare;

will you think of someone else,

will you forget me some day,

forget God and yourself?

Alas, remember our parting!

This token, bitten amid kisses

onto my mouth may judge me and you!

With this memento on my lips

I will come in the witching hour,

to be you a warning,

that Luisa forgets me,

that she puts me out of her mind!

Guds engler gråter

når elskende går fra hverandre,

hvordan skal jeg kunne leve videre,

o kvinne, uten deg?

Som en fremmed for alle gleder,

lever jeg heretter for lidelsen!

Og du? Og du? 

Luisa glemmer meg kanskje for alltid!

For alltid vil hun kanskje glemme meg!

 

Jeg kan ikke glemme henne;

dette hjertet, skåret ut av henne,

det er som om det sukkende ber meg:

«O venn, tenk på meg!»

Akk, jeg vil tenke på deg

til man senker meg i graven.

Og du? Og du? 

Luisa glemmer meg kanskje for alltid!

For alltid vil hun kanskje glemme meg!

 

Forglemmelse berøver på timer

hva kjærligheten bruker årevis på.

Som en hånd snur seg,

slik snur hjertene seg.

Når nye kurtiser

fortrenger mitt bilde hos henne;

Å Gud! Kanskje Luisa da glemmer meg for alltid.

 

Akk, tenk på vår adskillelse!

Denne tåreløse fortielse,

hjertets berg og dalbane

trykker deg ned

som tyngende mareritt;

vil du mene en annen,

vil du en gang glemme meg,

glemme Gud og deg selv?

 

Akk, tenk på vår adskillelse!

Dette minnesmerket, som av kyss

ble brent på min munn,

dømmer nå deg og meg!

Med dette minnesmerket på munnen,

vil jeg komme til deg i spøkelsestimen,

for advarende å fortelle,

at Luisa glemmer meg,

at hun glemmer meg!

Kantate: Die ihr unermesslichen Weltalls

Die ihr des unermesslichen Weltalls Schöpfer ehrt,

Jehovah nennt ihn,

oder Gott, nennt Fu ihn, oder Brama,

hört!

Hört Worte aus der Posaune des Allherrschers!

Laut tönt durch Erden, Monde, Sonnen ihr ewger Schall,

hört, Menschen, hört, Menschen, sie auch ihr!

 

Liebt mich in meinen Werken!

Liebt Ordnung, Ebenmass und Einklang!

Liebt euch, euch selbst und eure Brüder!

Körperkraft und Schönheit sei eure Zierd,

Verstandeshelle euer Adel!

Reicht euch der ewgen Freundschaft Bruderhand,

die nur ein Wahn, nie Wahrheit, euch so lang entzog!

 

Zerbrechet dieses Wahnes Bande,

zerreisset dieses Vorurteiles Schleier,

enthüllt euch vom Gewand,

das Menschheit in Sektiererei verkleidet!

Zu Sicheln schmiedet um das Eisen,

das Menschen-, das Bruderblut bisher vergoss!

Zersprenget Felsen mit dem schwarzen Staube, 

der mordend Blei ins Bruderherz oft schnellte!

 

Wähnt nicht, dass wahres Unglück sei auf meiner Erde!

Belehrung ist es nur, die wohl tut;

wenn sie euch zu bessern Taten spornt,

die, Menschen, ihr in Unglück wandelt,

wenn töricht blind ihr rückwärts in den Stachel schlagt,

der vorvärts euch antreiben sollte.

 

Seid weise nur, seid kraftvoll,

und seid Brüder!

Dann ruht auf euch mein ganzes Wohlgefallen,

dann netzen Freudenzähren nur die Wangen,

dann werden eure Klagen Jubeltöne,

dann schaffet ihr zu Edens Tälern Wüsten,

dann lachet alles euch in der Natur, 

dann ist's erreicht, des Lebens wahres Glück.

You that revere the Creator of the immeasurable universe, That call him Jehovah,

God, Fu or Brahma,

Listen

and hear the words of the Sovereign of all things. On the loud trumpet hear them resound in all eternity Throughout the Earth, the Moon and Sun! Hear them, People! Hear them, you, as well!

 

Love me in my works,

Love order, proportion, harmony!

Love yourselves and your brothers!

Strength and beauty shall be your ornament

And clarity of understanding your nobility.

Hold out the brotherly hand of everlasting friendship; It was delusion,

not truth, that withheld it for so long.

Break the bonds of this delusion,

Tear the veil of prejudice,

Strip off the garment

That clothes mankind in factions!

Forge sickles from the iron that hitherto

Shed the blood of men, of brothers!

Blow up rocks with the black dust that oft would speed the murderous lead into the hearts of brothers!

Do not imagine it is misfortune that holds sway upon my Earth -

It is enlightenment alone that heals

When it spurs you on to better deeds -

People, you that roam the world in misery,

When, in blind folly, you back onto the thorn

That should have urged you ever onward.

 

 

Be wise, be strong in brotherhood!

Then will my contentment rest on you,

Then only tears of joy will wet my cheeks,

Then your cries will be shouts of joy,

Then you will make vales of Eden out of deserts, Then the whole of Nature will be laughing in your eyes,

Then it has been achieved; the true felicity of life.

Dere som ærer det umålbare universets skaper,

som kaller ham Jehova,

Gud, Fu eller Brama,

hør!

Hør ordene fra allherskerens basuner!

Sterkt toner gjennom jorden, månen, solen,

dens evige klang,

hør, mennesker, hør dette, dere også!

 

Elsk meg gjennom mine verk!

Elsk orden, harmoni og samklang!

Elsk dere selv og deres brødre!

Skaperkraft og skjønnhet skal være deres pryd,

forståelsens lys deres adel!

Rekk hverandre det evige vennskaps broderhånd,

som en vrangforestilling, ikke sannheten, så lenge hadde fratatt dere!

 

Bryt i stykker denne illusjonens bånd,

riv i stykker denne fordommens slør,

avkle dere fra drakten

som menneskeheten sekterisk er forkledd i!

Smi jernet om til sigder,

jernet som til nå menneske- og broderblodet er utgytt over!

Spreng åkrene med det svarte støv,

hvor myrdende bly i broderhjertet ofte ble slynget!

 

Tenk ikke at ulykken råder grunnen på min jord!

Det er kun opplysning som vil lege;

når det driver dere fram til bedre gjerninger,

mennesker, som vandrer i ulykke,

når tåpelig blindt dere slås tilbake i tornen,

det som skulle drevet dere framover.

 

Vær kloke kun, vær kraftfulle

og vær brødre!

Da dveler over dere mitt sanne velbehag,

da væter kun gledestårer mine kinn,

da blir deres klager til jubeltoner,

da skaper dere ørkener om til Edens daler,

da ler alt i naturen mot dere,

da er det oppnådd, livets sanne lykke.

© 2020 by Marianne Beate Kielland email me